Dienstag, 3. Januar 2017
Es wird langsam Zeit
Aufmerksame Leser meines Blogs wissen, dass ich zur Zeit etwas unter Langerweile leide. Immerhin kommt das meinem Blog zugute, ich glaube, so viel wie in den letzten paar Tagen, habe ich schon lange nicht mehr geschrieben.

Doch heute ist wieder ein großer Schwung Kollegen aus dem Weihnachtsurlaub zurück gekommen und langsam bekommt der Arbeitsalltag wieder Tritt. Ich habe heute auch wieder meinen Jour Fix gehalten und schon das Protokoll geschrieben. Eine Aufgabe habe ich noch, da muss ich aber erst abwarten, bis Kollegen von mir grünes Licht geben. Hoffentlich nicht erst kurz vor Feierabend.

Ich werde einfach schon mal alles vorbereiten, dass ich nachher nur noch den Schalter umlegen muss.

© Tom Higgins / PIXELIO (www.pixelio.de)




So ein Müll
Neulich klagte die Frau Verbalkanone über die Qualität der Müllbeutel (siehe hier). Dieses Problem ist mir nur allzu bekannt und deshalb hatte ich eine Testreihe laufen.

Inzwischen habe ich für die verschiedenen Anwendungsfälle (Restmüll, gelber Sack, Papier, ...) jeweils eine halbwegs geeignete Sorte bezüglich Größe und Stabilität gefunden. Allerdings habe ich jetzt auch massenweise angefangene unbrauchbare Rollen Müllbeutel, die ich jetzt erst einmal nach und nach verbrauchen muss.

Vermutlich sind dann, wenn die ollen Dinger verbraucht sind, die anderen aus dem Sortiment genommen.





Schlafstörung
Das hätte ich ja nun wirklich nicht gedacht, was ich damit angerichtet habe. Ich meine meine Blog-Publicity-Promotion Sex Sells (beginnt hier). Die Zugriffe auf meine Seiten sind tatsächlich in die Höhe gegangen, aber das wollte ich hier gar nicht erwähnen.

Neben dem großen, insgesamt positiven Echo, das ich auf meine Beiträge bekommen habe, hat mir insbesondere der Beitrag Ganz am Anfang eine schlaflose Nacht bereitet. Mein Unterbewusstsein hat gearbeitet und mir verklickert, dass mein Sohn dieses Jahr so alt wird, wie ich damals war.

Jetzt kann ich mich ja damit rausreden, dass es damals noch andere Zeiten waren. Tiefste DDR-Zeiten. Und ich war jung und naiv, aber das ist mein Sohn jetzt ja auch. Ich bin da so rein gestolpert, es fing eigentlich alles ganz harmlos an.

Mit 15 war ich unbeschwert, wollte was erleben. Eine Freundin schleppte mich mit zu einer Bekannten von ihr zu deren Geburtstagsfeier. Der Vater von des Geburtstagskindes war Professor an der Uni. Die wohnten in einem großzügigen Einfamilienhaus am Stadtrand. Ja, auch in der DDR gab es vornehmere Wohngegenden.

Es war voll dort und laut und es gab viel Alkohol. Damit war ich überfordert, ich setzte mich etwas abseits und trank keinen Alkohol. Und dann setzte sich der große, siebzehnjährige Bruder vom "Geburtstagskind" neben mich, hatte Verständnis für mich. Er sagte, dass es hier zu laut sei und dass die Musik nichts taugt, die seine Schwester hier dudelt. Und er erzählte mir von einer Band aus Köln, von der ich bis dahin nichts gehört hatte, BAP. Er hätte Platten von denen. Es war damals, 1988, wirklich nicht selbstverständlich, dass jemand in der DDR aktuelle Westplatten hatte. Ich ging mit ihm auf sein Zimmer, um die Lieder zu hören.


Natürlich war ich beeindruckt, auch die politischen Texte hatten es mir angetan. Und dann zeigte er mir seinen Schatz, sein musikalisches Juwel. Eine damals ganz neue Platte und das eine Lied hatte mich einfach umgehauen. Wir waren einer Meinung, dass es nicht einfach ein Lied ist, es ist ein WERK!


Wir saßen eng beieinander, studierten die Plattenhüllen und die beigelegten Heftchen und kamen uns näher. Er küsste mich und fing an zu fummeln. Ich zierte mich und ließ mich dann doch begrapschen. Ich fand ihn cool, damals sagten wir sowas wie fetzig, himmelte ihn an. Ein großer Junge, fast erwachsen. Nach seinem Hinweis, dass niemand hereinplautzen würde, da es sein Zimmer sei, entspannte ich mich. Mich würde wohl auch niemand vermissen, Mauerblümchen, dass ich auf der Party war.

Wir lagen dann schließlich nackt nebeneinander. "Aber nur streicheln!". Er streichelte mich und es war wundervoll. Ich streichelte ihn und er genoss es, und dann kam er irgendwann. Eigentlich hätte dann Schluss sein können, aber er bot mir quasi als "Service" an, mich nun doch noch zu entjungfern. Er behauptete, dass ja jetzt nichts mehr passieren könne, da er ja schon leer sei.

Nun ja, dumm wie ich damals eigentlich nicht war, habe ich das dennoch gern geglaubt. Ich nahm den "Service" an, lernte aber, dass ein Mann auch mehrfach hintereinander kann. In dem Moment war ich damals ganz glücklich, ruhig schlafen konnte ich dann wieder nach meiner nächsten Regel.


Ich bin aber hoffnungsvoll, dass mein Sohn nicht so dumm ist, wie seine Mutter. Er wird sich nicht so über den Tisch ziehen lassen, oder ein Mädchen einfach so überrumpeln. Heute sind eben andere Zeiten.