Mittwoch, 4. Januar 2017
Pomelo
Heute beim Essen hatte ein Kollege eine Pomelo mit. Die war schon geschält und in Schnapphäppchen geschnitten. Sie sah lecker und saftig aus. Es war eine mit rotem Fleisch.

Meine eigenen Erfahrungen mit Pomelos sind durchwachsen. Mal sind die Dinger wirklich süß und saftig, aber oft auch einfach nur trocken und strohig. Außerdem dauert es ewig, bis die geschält und zerteilt sind.

Eine Kollegin meinte, sie kauft keine roten mehr, da hat sie bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. Das kann ich so nicht bestätigen, allerdings ist es immer ein Risiko, da zumindest ich leider nicht von außen erkennen kann, wie die Qualität ist.

© W. R. Wagner / PIXELIO (www.pixelio.de)




Gelaber
Es ist schon blöd. Ich sitze hier im Büro und habe anscheinend immer noch nicht wirklich was zu tun,. Aber eigentlich ist es eher, dass ich hier mit angezogener Handbremse sitze und nicht loslegen darf.

Mein Projekt, an dem ich das letzte Jahr gearbeitet habe, ist eigentlich ganz gut im Rennen. Aber es ist tot, mausetot. Anfang Dezember haben sich mal abteilungsintern alle, die irgendwie was damit zu tun haben, zusammengesetzt und in die Glaskugel geguckt. Und heraus kam, dass alles ganz anders ist als angenommen. Nach kurzem hin und her wurde der Todesstoß versetzt.

Das stört mich jetzt nicht weiter, denn natürlich wurde nach dem Motto verfahren: Der König ist tot, es lebe der König. Ich habe also die Aufgabe, das Projekt zu beerdigen und als geändertes Projekt zum Erfolg zu führen. Das ist beschlossen, mit Zeitplan.

Doch starten darf ich noch nicht, jedenfalls nicht offiziell, höchstens heimlich. Denn die oberste Heeresleitung muss das noch absegnen und bis dahin gilt offiziell noch der alte Stand. Somit bin ich in der blöden Situation, so zu tun, als würde alles ganz fein laufen. Und Anfragen, wie gerade eben, muss ich mit blöden Gelaber ("ongoing, in evaluation") abschmettern.

Hoffentlich verquatscht sich nicht mal einer der Kollegen und ich muss dann wieder die Wogen glätten. Und hoffentlich bekomme ich bald grünes Licht, damit ich endlich anfangen kann. Sonst kann ich den Termin nicht halten und das würde den Betrieb sehr viel Geld kosten.




Frühschicht
So ganz habe ich mich noch nicht daran gewöhnt. An den Alltag natürlich. Nach etwa zwei Wochen Ferien beginnt heute wieder die Schule. Und damit natürlich auch mein gewohntes Morgenritual. Denn vor dem Abenteuer mit der Fahrt durch den Winter stand, wie nun auch wieder jeden Arbeits- und Schultag, die Versorgung der Familie an.

Ich stehe immer zuerst auf, damit ich einige Zeit für mich habe. Außerdem habe ich den weitesten Arbeitsweg, weshalb ich immer zuerst aus dem Haus gehe.

Je nach Dienstplan meines Mannes wecke ich dann irgendwann ihn oder meinen Sohn. In letzter Zeit wird das immer schwieriger, denn es ist wirklich unglaublich. Wer glaubt ihr, liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, braucht wohl am längsten im Bad? Mein Mann, mein Sohn oder ich?


Richtig! Ich nicht, ich bin am schnellsten, brauche ca. zehn Minuten. Gefolgt von meinem Mann, der braucht etwas länger, muss sich aber auch rasieren. Und mein Kind? Er ist kein Hygienefanatiker, wir müssen darauf achten, dass er sich regelmäßig die Hände wäscht ("nach dem Klo und vor dem Essen, Händewaschen nicht vergessen"), so dass ich den Eindruck habe, er könnte seine Verrichtungen im Bad in 12 Sekunden schaffen.

Nun, wie lange braucht der? Sage und schreibe eine halbe Stunde. Ich frage mich, was der solange macht, jedenfalls bremst er uns damit ganz schön aus.




Jetzt ist er da
Sehnsüchtig wurde er erwartet. Vor zwei Wochen und vor allem von den Kindern. Damit wir weiße Weihnachten haben und der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten zügig voran kommt. Wen meine ich? Natürlich den Winter.



Allerdings schließen sich in der Praxis Winter und zügig vorankommen leider aus. Immerhin hatte ich heute früh Glück, denn obwohl beide Bundesstraßen (B101 und B173) wegen quer stehender LKWs gesperrt waren, habe ich mich auf Arbeit durchgekämpft. Über die Schleichwege zum Autobahndreieck und dann auf der Autobahn ging's (grüne Strecke im Bild unten, ich muss von Freiberg nach Dresden, das wäre rechts und ist hier nicht im Bild). In Dresden regnet's bloß.